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Der König der Vagabunden

Der König der Vagabunden

Ein Abend mit einem Comic, mit einem reich bebilderten Sachbuch* und einem Podiumsgespräch über Vagabunden und Vagabundenkönige.

Der Sammelband »Künstler, Kunden, Vagabunden« (C. W. Leske Verlag 2020) stellt Texte, Bilder und Dokumente einer Alternativkultur der zwanziger Jahre aus, die die Blütezeit der Vagabundenkultur in Deutschland wieder aufleben lassen.

Der Comic »Der König der Vagabunden« (avant-verlag 2019) bringt den umtriebigen Gregor Gog, Herausgeber der ersten Straßenzeitung Europas »Der Kunde«, in seine und unsere Gegenwart.

Es lesen und diskutieren:
Bea Davies (Zeichnerin, Berlin)
Patrick Spät (Szenarist, Berlin)
Hanneliese Palm (Institutsleiterin a.D., Selm)
Prof. Dr. Walter Fähnders (Literaturwissenschaftler, Osnabrück)

Moderation:
Dr. Iuditha Balint (Direktorin des Fritz-Hüser-Instituts)

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt.


*»Künstler, Kunden, Vagabunden«

Hanneliese Palm, Christoph Steker (Hrsg.)

Künstler, Kunden, Vagabunden
Texte, Bilder und Dokumente einer Alternativkultur der zwanziger Jahre

Grafiken und Briefe, programmatische Texte und zeithistorische Dokumente lassen die Blütezeit der Vagabundenkultur in Deutschland wieder aufleben.

Die Bruderschaft der Vagabunden, eine anarchistisch, später auch kommunistisch orientierte Bewegung von Landstreichern und Vagabunden, verschafft sich Ende der zwanziger Jahre aus dem gesellschaftlichen Abseits heraus weithin Gehör: Im »Verlag der Vagabunden« erscheinen ihre Schriften, die eine »Philosophie der Landstraße« entwerfen und propagieren. Ihr künstlerischer Anspruch äußert sich in den Werken der »Künstlergruppe der Bruderschaft der Vagabunden«, gegründet vom »König der Vagabunden« Gregor Gog sowie den Malern Hans Tombrock, Hans Bönnighausen und Gerhart Bettermann. In diesem Umfeld erscheint auch die Zeitschrift Der Kunde bzw. Der Vagabund mit sozialkritischen Artikeln, autobiografischen Berichten, Liedern und Gedichten, Zeichnungen und programmatischer Prosa. Materialreich und in Farbe lässt dieser Band die durch die Zäsur von 1933 verdrängte vagabundische Kultur wieder lebendig werden und erinnert in einem breiten Panorama an das Leben und Wirken derer, für die das »Unterwegssein« einmal ein alternativer Lebensstil gewesen ist.

Der Band Künstler, Kunden, Vagabunden bildet den Auftakt der Reihe BIBLIOTHEK DER ARCHIVE, die außergewöhnliche Schätze zutage fördern und damit gleichzeitig die wertvolle Arbeit der sie behütenden Archive vorstellen will. Herausgeber der Reihe sind der Editionswissenschaftler Bernd Füllner von der Universität Wuppertal und der Literaturwissenschaftler Christoph Steker.

Künstler, Kunden, Vagabunden

Künstler, Kunden, Vagabunden

Herausgegeben von Hanneliese Palm und Christoph Steker
Mit einem Beitrag von Walter Fähnders
Bibliothek der Archive, Bd. 1:
Fritz-Hüser-Institut für Literatur
und Kultur der Arbeitswelt, Dortmund
240 Seiten
Klappenbroschur
zahlreiche farbige Abbildungen
18,5 × 24 cm
(D) € 28,00, (A) € 28,80, sFr 40,00 (UVP)
ISBN 978-3-946595-08-3

Erscheinungstermin: Januar 2020

Walter Fähnders, Jahrgang 1944, ist Professor für Neuere Germanistik an der Universität Osnabrück. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Literatur und Kultur sozialer Bewegungen, europäische Avantgarde, Literatur der Moderne. Zu seinen neueren Publikationen zählen: Avantgarde und Moderne 1890–1933 (2. Aufl. 2010); Projekt Avantgarde (2019); als Herausgeber bzw. Mitherausgeber: Die Epoche der Vagabunden. Texte und Bilder 1900–1945 (2009); Metzler Lexikon Avantgarde (2009); Annemarie Schwarzenbach: Orientreisen (2010, Neuausgabe 2017); Ruth Landshoff-Yorck: Die Schatzsucher von Venedig (2013, Neuausgabe 2019).

Hanneliese Palm, Jahrgang 1953, leitete von 2005 bis 2018 das Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt in Dortmund, das Schrift-, Ton- und Bilddokumente zu allen Bereichen des kulturellen, insbesondere literarischen Umfelds der Arbeiterbewegung in der zeitgenössischen und modernen Literatur sammelt. Sie veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Geschichte des Instituts sowie zur Entwicklung der Arbeiterliteratur und zu einzelnen ihrer Autoren.

Christoph Steker, Jahrgang 1984, ist Programmleiter im C. W. Leske Verlag und arbeitet als freiberuflicher Lektor in Köln. Er studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Köln und Prag. Neben Beiträgen in wissenschaftlichen Sammelbänden zählt zu seinen Veröffentlichungen die Monografie Böhmische Erinnerungsräume in W. G. Sebalds »Austerlitz« (2015).

 

Datum

06.02.2020

Uhrzeit

19:30 - 21:00
Kategorie

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