Senthuran Varatharajah: Rot (Hunger)

Lesung und Gespräch mit Senthuran Varatharajah

„Senthuran Varatharajah setzt sich in seinem Roman »Rot (Hunger)« auf außergewöhnliche Weise mit den so vertraut geglaubten zwischenmenschlichen Polen Nähe und Distanz auseinander. Die Nähe: ersehnt und unerträglich. Die Distanz: notwendig und unmöglich. Die im Buch als eine Art Mantra eingesetzte Aufforderung, auf den Abstand zu achten – ein zentrales, gemeinsames Pandemieerlebnis, das dem Hinweis (zufälligerweise) eine besondere Intensität und Doppelbödigkeit gibt –, will ja nicht dazu passen, dass sich Menschen auf unterschiedlichste Weise nach anderen Menschen verzehren. Verzehren, eine Wendung, die in »Rot (Hunger)« vielfältig auf den Punkt gebracht wird.“

Judith von Sternburg, FR 15.4.2022

„Senthuran Varatharajahs literarischer Versuch über den Kannibalen von Rotenburg ist vor allem ein Sprachexperiment“.

Tagesspiegel

Über die Einsamkeit des Körpers und unsere Sprache der Liebe

Unsere Sprache der Liebe ist eine kannibalische Sprache. Wir sagen: Ich habe Dich zum Fressen gern. Ich will Dich auffressen. In seinem zweiten Roman erzählt Senthuran Varatharajah zwei Geschichten, die zu einer werden. Die Geschichte eines Jahres, nach einer Trennung, und die Geschichte eines Tages: vom 9. März 2001, an dem A in seinem Haus in Rotenburg B, wie zuvor vereinbart, tötet, zerteilt und Teile von ihm isst. Mit lyrischer Intensität und philosophischer Strenge erzählt »Rot (Hunger)« davon, dass der Mensch, den wir lieben, immer zu weit entfernt ist. Und davon: dass er immer fehlt, auch wenn er vor uns steht. Das ist eine Liebesgeschichte. Mit diesem Satz beginnt der Roman. 

Info zum Buch: www.fischerverlage.de

Senthuran Varatharajah bei druckfrisch mit Denis Scheck: www.ardmediathek.de/video/druckfrisch

Senthuran Varatharajah im Radio Deutschlandfunk Kultur: www.deutschlandfunkkultur.de

Ausgewählte Presseberichte zu ROT (HUNGER):
www.tagesspiegel.de/kultur und www.fr.de/kultur/literatur/

Eintritt frei | Gewünscht: FFP2-Maske

Datum

16. Aug 2022

Uhrzeit

19:30

Preis

Eintritt frei
literaturhaus.dortmund

Ort

literaturhaus.dortmund
Neuer Graben 78, 44139 Dortmund
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