MEINE WELT AUF CORONA I.

Corona-Ausstellung

Ein experimentelles Format im Literaturhaus

Die Dokufiktion in Bild, Wort & Ton von und mit Thomas Autering, Tobi Katze, Silvia Liebig und Richard Opoku-Agyemang eröffnete am 1. Oktober 2020 um 20:00 Uhr die dazugehörige Ausstellung „Meine Welt auf Corona”.

Die Ausstellung kann noch bis zum 1. November 2020 im Dortmunder Literaturhaus besucht werden (donnerstags zwischen 15.00 und 19.00 Uhr sowie am 31.10.2020 und 01.11.2020 jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr).

Die eigene „Blase” mal von außerhalb zu betrachten und dies im Rahmen eines neuen interdisziplinären Formats im Programm des Literaturhauses zu tun, kann eine inspirierende Erfahrung sein.

Die Idee zur Veranstaltung „Meine Welt auf Corona I“ entstand während des Lockdownsim Frühjahr 2020, als sich der Zeichner Thomas Autering und die multimediale Künstlerin Silvia Liebig nicht mehr zum Bier in einer ihrer Lieblingskneipen sondern statt dessen in einem virtuellen Konferenzraum wiederfanden. Aus der ungewohnt distanzierten Situation heraus entwickelten sie eine Kommunikation in losen Blättern – visuelle Kommentare eigener und fremder Befindlichkeiten einer Welt im Ausnahmezustand.

Was sich ausgehend von dieser Materialbasis interdisziplinär und in Zusammenarbeit mit Richard Opoku-Agyemang (Künstler, hier Sound) und dem Autor Tobi Katze durch die vier Akteur*innen prozessieren lässt, erlebten die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung live am Abend des 1. Oktober im Literaturhaus Dortmund.

Weitere Infos:
autering.com
silvialiebig.de
richard-opoku-agyemang.de
de.wikipedia.org/wiki/Tobi_Katze

Die Nachricht ist so frisch, dass sie noch nirgendwo angekündigt ist:

MEINE WELT AUF CORONA I.
Ein zweites Experiment

Dokufiktion in Bild, Wort & Ton von und mit Thomas Autering, Tobi Katze, Silvia Liebig und Richard Opoku-Agyemang am 20. November 2020 um 19:30 Uhr im Kulturzentrum balou e.V., Oberdorfstr. 23, 44309 Dortmund

Silvia Liebig ist CityARTist

Die Dortmunder Künstlerin Silvia Liebig hat ein vielschichtiges Werk geschaffen, das sich jeglichen Kategorisierungen entzieht. Sie geht auf Spurensuche nach existentiellen Themen und konfrontiert in ihren Arbeiten die Rezipient*innen mit Irritationen oder visuellen Irreführungen. Sie legt zuweilen die Spur des vermeintlich ‚Schönen‘. Doch bei genauerer Betrachtung offenbaren sich z.B. in „poor_pattern“ die ornamentalen Blumen als Sammelbecken menschlicher Tragik: Sind doch einzelne Elemente aus menschlichen Körpern, die Leid erfahren haben, in abstrahierter Form gebildet. Das Porträt einer vierköpfigen, amerikanischen Familie ist augenscheinlich Motiv der Arbeit „friendly fire“. Doch die Umrisse der einzelnen Köpfe sind aus einem endlosen Trupp von Spielzeugsoldaten gebildet. Als Kritik am Verhalten der USA im zweiten Irakkrieg hat die Künstlerin diese subtil ergreifende Arbeit geschaffen.

Silvia Liebig hat über Jahrzehnte ein Gesamtwerk entwickelt, in dem sie sich formal nicht festlegen lässt, sondern in der Vielfalt der Medien und Ausdrucksformen eine zugleich unverwechselbare Bildsprache entwickelt hat. Sie ‚lockt‘ die Betrachtenden durch Vertrautes oder ‚Schönes‘ an und zieht sie dann durch das Moment der Überraschung in die tiefergehende Auseinandersetzung mit ihrem jeweiligen Werk. Dieses innovative künstlerische Œuvre wird deshalb mit dem CityARTist 2020 ausgezeichnet.

www.cityartists.de